Mogelpackung Sexualkunde

Die Interessensvertreter homosexueller Lebensweisen verkünden neuerdings eine Serviceleistung von „allgemeinem“  Interesse:  Es ist die „Sexualpädagogik der Vielfalt“,  die das schaffen soll, was der Aufklärungsunterricht herkömmlicher Art in den Schulen nicht geschafft hat, nämlich die Prävention gegen Aids, Homophobie und sexuelle Übergriffen zu sichern. Beruhigend wirkt, dass die jeweiligen Landesregierungen diese Sexualpädagogik an so bekannte Verbände, wie „pro familia“,  vergeben und finanziell unterstützen. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus:

Die betroffenen Eltern erfahren selten – per Zufall, oder gar nicht – wie ein Unterricht über sexuelle Vielfalt von nicht ausgebildeten Lehrkräften durchgeführt wird. Dabei wäre diese Vorab-Information vonnöten, wenn man sich die Realität anschaut: Vertreter von Homosexuellengruppen (wie hier SCHLAU e.V.) halten vor Klassen an staatlichen Schulen einen Unterricht insbesondere über ihre Liebes- und Lebensweisen ab – mit exzellentem Bild- und Demonstrationsmaterial. Unvorstellbar.

Was steckt dahinter? In Baden-Württemberg beispielsweise erhält im Rahmen des Aktionsplans „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ („gleiche Rechte“ auch für Homosexuelle) das LSBTTIQ-Netzwerk jährlich eine halbe Million Euro, um sich eine Geschäftsstelle aufzubauen und den Kampf gegen die sogenannte „Homophobie“ (gemeint ist die Angst vor Homosexuellen) an Schulen politisch voranzutreiben. Und das mit der Begründung: Kenntnisse der eigenen Geschlechtlichkeit und sexueller Varianten würde die Kinder beispielsweise vor sexuellen Übergriffen schützen. Die so gepriesene Prävention stellt einen Teil des Unterrichts dar. Ein Bundesland nach dem anderen wird von neuen Rahmenrichtlinien zur Sexualpädagogik und Aktionsplänen gegen Homophobie heimgesucht. Der jeweils aktuelle Stand dieser Pläne kann hier abgerufen werden.

Der Bock wird zum Gärtner gemacht

Wie bitte? Da macht man doch den Bock zum Gärtner. Oder anders gefragt, warum bieten gerade die Gruppen aus dem LSBBTIQ-Netzwerk Sexualkundeunterricht mit staatlicher Unterstützung in staatlichen Einrichtungen an? Die Antwort liegt auf der Hand:  Weil sie mit einem solchen Unterricht direkten Zugang zu Jugendlichen erhalten. Ihre Strategie ist immer die gleiche:  Zuerst werden die den Schülern bekannten Rollen von Mann (Vater) und Frau (Mutter) hinterfragt, ja diskreditiert, um dann dafür ihre eigenen, homosexuellen Lebensweisen, wie schwul, lesbisch oder intersexuell „praxisnah“ zu vermitteln. Die Zerstörung der herkömmlichen Rollenbilder geschieht nach dem 68er Motto „Macht kaputt, was euch kaputt macht“. Den Kindern bekannte Rollenbilder wie Vater und Mutter, sollen auf diese Weise an Bedeutung verlieren. Man kann sie dann in die Vielfalt sexueller Orientierungen einreihen, und schon sind die zwei „normalen“ Geschlechter „Mann“ und „Frau“ nur  ein Teil der „Vielfalt“ anderer sexuellen Orientierungen. Das ist Absicht. Die Interessenvertreter sexueller Vielfalt wollen mit dieser Strategie für ihre sexuellen Orientierungen eine Norm in der Gesellschaft erheben. Ihre unbewusste Sehnsucht nach Normalität würde so zumindest vordergründig erfüllt werden. In der Praxis könnte das so ablaufen, dass gegen Unterrichtsende der Lobbyvertreter einem Jungen erläutert: „Siehst Du, Junge, du kannst auch schwul werden!“

Die Alarmglocken der Experten läuten schon lange

Die Zielsetzung der „Sexualpädagogik der Vielfalt“, Prävention zu sichern, wird vor diesem Hintergrund zu einer Farce.  Experten bestätigen: die Sexualpädagogik  der Vielfalt macht die Kinder nicht stark hinsichtlich sexueller Übergriffe, sondern erreicht das Gegenteil: ihr Schamgefühl und ihre natürliche Geschlechtlichkeit werden eher geschwächt. Wenn der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung die Alarmglocken läutet und vor den Gefahren der Sexualpädagogik in frühen Jahren warnt, müssten die Warnungen auch von den Kultusministerien der Länder gehört werden. Eigentlich, aber in der Praxis nicht.  Warum nicht? Die relevanten Lobbygruppen haben sich die staatliche, finanzielle  Unterstützung gesichert, indem sie den Lehrstoff „sexuelle Vielfalt“ als Aufklärungsunterricht gegen Homophobie, für Prävention von Aids und sexuellen Übergriffen begründet haben.

Auch würden diese Gruppen sie kaum Schulleiter finden, die die Türen ihrer Schulen für diese Art von „Aufklärung“ öffnen. Also verpackt man die Sexualkunde der Vielfalt in eine Mogelpackung mit dem Namen „Prävention gegen Aids und sexuelle Übergriffe“. Inzwischen haben fast die Hälfte der Länderministerien den Lehrplan „sexuelle Vielfalt“ eingeführt.

Zusammenfassung

Die  Sexualaufklärung über sexuelle Vielfalt hat nichts mehr mit dem klassischen Sexualkundeunterricht, wie der, der die letzten 40 Jahre in Deutschland Alltag war,  zu tun. Sie kann  auch keine Prävention gegen Aids oder sexuellen Übergriffen leisten. Eine Sexualkunde externer  Gruppen dient hauptsächlich der Verbreitung ihrer eigenen, besonderen Lebensweisen.

Elterngruppen  werden kaum vor Verkündung der Lehrpläne detailliert und in aller Offenheit über die wahren Hintergründe den Unterricht der sexuellen Vielfalt informiert. Und als Eltern ihrer Kinder in den  Schulen werden sie nur über Elternabende formal unterrichtet. Last not least: Mit unseren Kindern haben diese unausgebildeten Lehrkräfte ein widerstandsloses Publikum, das an ihren Lebensweisen Gefallen finden soll – sofern die Kinder nicht durch  Eltern  und normalen Umgebung eine sichere Identität gewonnen haben.

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