Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann!

Eine Kurzrezension von Rolf-Alexander Thieke.

Der fränkische Verlag Logos Editions, hat einen wissenschaftlich ausgewiesenen Aufsatz separat in einer Broschüre von 24 Seiten herausgeben. Der Text hat es in sich und ist von breiter politischer Brisanz. Autor ist der Gehirnforscher und Neurophysiologe Prof. Manfred Spreng. Er beleuchtet allgemeinverständlich die handfesten entwicklungspsychologischen und medizinischen Konsequenzen, die sich in der Praxis aus der Umsetzung des breit propagierten, semantisch schillernden „Gender“-Konzeptes ergeben. Dabei stellt er fest, dass die gesundheitlichen Gefahren und Risiken des Gender-Mainstreaming „Frauen und Kinder zuerst“ treffen.

Abwertung des Frauseins

Hinter dem arglos klingenden Begriff „effektive Gleichstellungspolitik“ des Bundesfamilienministeriums verbirgt sich ein soziologischer Totalanspruch, der grundlegende biologisch-medizinische Fakten in der Geschlechterdifferenz von Mann und Frau herunterspielt, und der den Unterschied zwischen Frau und Mann, der nur anerzogenen sei, in einem langen Erziehungsprozess zugunsten gleicher Geschlechter-Rollen aushebeln und vielfach auflösen will. Hierzu Spreng:

„Zweifellos kann und soll man über mögliche Benachteiligungen durch Geschlechterrollen unter Berücksichtigung aller Zusammenhänge und Auswirkungen auf die Gesellschaft diskutieren. Wenn jedoch der Standpunkt vertreten wird, Mannsein und Frausein wären nur eingeredet, die existierenden Geschlechter also nur ein Produkt verfehlter Sozialisation, gegen die verändernd auf allen Ebenen vorgegangen werden muss, dann besteht die Gefahr der gezielten Dekonstruktion bzw. letztlich Abschaffung der Geschlechter mit weitreichenden Folgen. So soll die Unterscheidung zwischen Mann und Frau im gesellschaftlichen Sinne künftig unzulässig sein und biologisch begründete Unterschiede sollen nicht mehr der Geschlechtszuweisung dienen. Auch seien demzufolge geschlechtliche Identitäten frei aus einer Vielzahl denkbarer Auswahlmöglichkeiten individuell zu finden“ (Seite 5).

Was hier noch vornehm als „Gefahr“ anklingt, ist aber heute bereits vielerorts praktiziertes Programm!

Hohes Gefährdungspotenzial

Spreng spricht angesichts dieses gewaltsamen Zugriffs auf den Menschen in seiner ganzheitlichen biologisch-medizinischen Verfasstheit von „ins Krankhafte tendierenden, veruneindeutigenden Zielrichtungen des Genderismus“. Die Vorstellung, jedes Neugeborene käme als unbeschriebenes Blatt Papier zur Welt und auch das Frau- und Mann-Sein sei lediglich „anerzogen“, berge ein hohes Gefährdungspotenzial an negativen gesundheitliche Folgen. Wenn der Radikalfeminismus die Vorstellung vertrete, dass die Frau „Mann werden muss“, um („vollwertig“) Mensch zu sein, so stelle schon dies eine Abwertung des Frauseins dar. Und auch in der Praxis bleibe es nicht ohne Folgen, wenn die Dekonstruktion typisch weiblicher Eigenschaften systematisch betrieben werde:

„Die infolge unterschiedlicher Beschaffenheit weiblicher Gehirne gegebenen Überlegenheiten, ergänzend gegenüber denjenigen des Mannes, sind dann gefährdet. So z. B.: der leichtere und verstärkte Einsatz des prozeduralen Gedächtnisses (Speicher für komplexe Handlungsabläufe) in Ergänzung des deklarativen Gedächtnisses (Speicher für Fakten und deren Verknüpfungen) und damit die Fähigkeit, schneller vielfältige oder auch artfremde Aufgaben zu bewältigen (Multitasking), das erstaunlich hohe Maß an Intuition und Empathie, hohe Wortgewandtheit usw. (…) Die Überredungs-Ideologie, dass Gleichberechtigung nur durch Aufhebung der Geschlechterrollenunterschiede möglich sei, kann so bei Frauen zu ernsthaften psychischen Problemen bis hin zu Depressionen führen. Die auf Grund hirnphysiologischer und hormoneller Unterschiede zirka doppelt so hohe Depressionsneigung von Frauen (23 %) gegenüber derjenigen von Männern (12 %) wird dadurch nicht unerheblich gesteigert werden“ (Seite 6-7).

Abwertung der Mutter

Zu den Konsequenzen des Gender-Mainstream-Konstruktes gehört die Abwertung der Mutterrolle und so der Frau in ihrer anthropologischen Eigenheit und Würde. Der im Generationengedächtnis fest verankerte, positive Begriff „Mutter“ soll jetzt gar als Diskriminierung und Benachteiligung der Frau angesehen werden, weil das Muttersein angeblich „Selbstverwirklichung“ behindere. Da

„ist nicht mehr die Rede vom identitätsstiftenden sinngebenden Wesensmerkmal oder gar Berufung und von einem Selbstwertgefühl, welches ein Mann so nie erfahren wird, egal was er auch im Leben erreichen mag. Vielmehr wird das klassische Bild der Mutter seitens der Gender-Ideologie bedenkenlos über Bord geworfen und diejenigen, welche nach wie vor die frühkindliche Bindung an die Mutter propagieren, werden als hoffnungslos konservativ bzw. reaktionär bezeichnet“ (Seite 8).

Frühkindliche Sprachentwicklung benötigt Mutter

Genau so, wie man grundsätzlich bei der Frau die oben geschilderte Gefahr ernsthafter psychischer Probleme nicht in Betracht zieht, vergisst man hier die für die kognitive Entwicklung der Kinder entscheidend wichtige Aufgabe, welche nur durch die Mutter optimal zu bewältigen ist. Mit dem ausgewiesenen Instrumentarium moderner wissenschaftlicher Einsichten der Neurologie verweist Spreng auf Hintergründe und die erweiterbare Bedeutung des Begriffs „Muttersprache“ und so auf die Wirkung der sprachlichen und geistigen Entwicklung des Kindes: schon weit vor der Geburt und sofort danach!

„Wenn der so wichtige Aufbau und Erhalt der kommunikativen Beziehung zwischen Mutter und Kind nicht ausreichend und lang genug gegeben ist, kann die Imitationsfähigkeit des Säuglings nicht voll zur Geltung kommen und es kommt durch Misserfolge frühkindlicher Lernprozesse zu Apathie (learned helplessness = gelernte Hilflosigkeit, eine Art frühkindlicher Resignationshaltung oder gar Depression)“ (Seite 9).

Daran anschließend zeigt Manfred Spreng, welche Probleme sich – bis hin zu Sprachentwicklungsstörungen – aus einer Fremdbetreuung ergeben, durch die ggf. der enge Kontakt mit der leiblichen Mutter in den ersten drei Lebensjahren zu kurz kommt.

Verhängnisvolle Langzeitfolgen – das herausfordernde Politikum

Wer die Fülle der medizinischen Hinweise auf „stressgefährdete Gehirnentwicklung“, „Vegetative Regulationsstörungen“, „Wachstumsstörungen“, „Depressionsneigung“, ADHS und andere psychische Probleme infolge zu früher Fremdbetreuung bedenkt, ahnt die verhängnisvollen Langzeitfolgen dieses totalitären, radikal individualistisch-geschlechternarzisstisch orientierten Konzeptes. Unglaublich ist: Gender Mainstreaming wurde im Deutschen Bundestag nie diskutiert, sondern einfach per Kabinettsbeschluss vom 23. Juni 1999 als Verpflichtung dekretiert, sprich: der Bundesrepublik schlicht aufoktroyiert!

Um der jungen, nachwachsenden Generation und der Zukunft willen ist es höchste Zeit, in allen Lebensbereichen und im Parlament gegen diesen anthropologischen und kulturgeschichtlichen Irrsinn entschlossen aufzustehen. Dafür ist die vorliegende Broschüre besonders hilfreich, weil sie schnell und leicht zu lesen, preisgünstig zu haben und gut an Eltern, insbesondere an Frauen und Mütter, weiter zu verteilen ist.

1. Auflage 2015 ISBN 978-3-945818-1-5
© Logos Editions Project, Postfach 1131, 91502 Ansbach

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